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Schüler erkunden Betriebe

Wie schon in den vergangenen Jahren führten die Schüler der 8. Klasse der Oberschule Falkenberg  in der 2. Aprilwoche ein Projekt zur Berufsvorbereitung durch. Eingeteilt in 5 Gruppen besuchten sie zahlreiche Betriebe der Region.  Neben den bewährten sozialen, grünen und technischen Berufen gab es erstmals eine Gruppe Kunst und Musik, in der sich Schüler mit Berufswünschen wie Schauspieler, Maskenbildner, Architekt und Tätowierer wiederfanden.

Die 17 Schüler der Gruppe „Grüne Berufe“ beschäftigten sich mit einheimischen Produkten und besuchten die Agrargenossenschaften in Mühlberg und Züllsdorf, die Klostergärtnerei in Mühlberg, Schlieper Landmaschinen, die Greifvogelstation in Gorden-Staupitz und Schradenfrucht in Elsterwerda. Die Gruppe der sozialen Berufe sah sich im AWO-Pflegeheim in Falkenberg, in den Elsterwerkstätten und den Heimerer-Schule in Torgau um. Herr Gesper aus dem Beruflichen Gymnasium in Falkenberg gab den Schülern die Gelegenheit am Unterricht in Pädagogik teilzunehmen.

Unsere beiden Gruppen Handwerk/Technik informierten sich bei der Bundeswehr in Holzdorf und Doberlug-Kirchhain über die Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten bzw. sie besuchten die Firmen B & S Kom Tec in Falkenberg, uesa und uemet in Uebigau, BLT in Herzberg und das Autohaus Widmann in Haida. Abschließend gab Herr Geyer vom OSZ Elsterwerda einen Überblick über die Inhalte der Berufsschulausbildung.

Am Freitag präsentierten alle Schüler ihre Erfahrungen in der Aula vor ihren Mitschülern und einigen Eltern.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei den Mitarbeitern aller Firmen, die uns einen Besuch ermöglichten, uns mit viel Engagement Informationen zu ihren Betrieben und Berufen vermittelten und die Fragen beantworteten. Des Weiteren danken wir der INISEKI (vormals Initiative Oberschule und dem Netzwerk Zukunft), die das Ganze durch ihre finanziellen Zuwendungen erst möglich machten.

Die INITIATIVE SEKUNDARSTUFE I wird durch das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport
aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Brandenburg gefördert.

 

Ilka Trabandt  Fachschaft WAT Projektleitung

 

 

Im Folgenden berichtet die künstlerische Gruppe von ihrer spannenden Projektwoche.

Eine Woche lang vom 7.3.-11.3.2016 konnten wir in der Gruppe „Kunst und Musik“ ganz unseren Leidenschaften frönen und ausprobieren, was in uns steckt. Die Woche begann mit tollen Schauspielimprovisationen, Pantomime und Bewegungsübungen, nonverbalen Körperübungen und  Klangspielen, bei denen es um Sensibilität, Selbstwahrnehmung, Raumwahrnehmung und Gruppenempfinden ging. Manchmal war das gar nicht so leicht. Besser gelang uns das Improvisationsstück: „Geburt in der Bahn“, welches wir auch am Freitag erfolgreich präsentieren konnten.

Nach diesen Einblicken, die viel zu kurz schienen, konnten wir am Dienstag dann direkt ins Theater Senftenberg fahren und sahen das Stück: „Nelly Goodbye“.  2 Stunden lang saßen wir fasziniert, ergriffen und begeistert im Theatersaal und bestaunten die Leistungen der Darsteller. Nelly, die Hauptdarstellerin, war eine junge Musikerin, welche, auf dem Höhepunkt ihrer Karriere angekommen, plötzlich an Krebs erkrankte und letztendlich sterben muss. Dieses Stück hat uns viel über Freundschaft, Ehrlichkeit und Zusammenhalt erzählt und wir konnten unsere Tränen kaum unterdrücken. Weniger traurig war dann der Theaterrundgang. Ein Theater ist ein richtiger Betrieb mit zahlreichen wichtigen Berufen, wie z.B. die Maskenbildner, die Kostümschneider, die Bühnenmaler, die Techniker und Beleuchter, die Regisseure und Dramaturgen….u.v.a.m. Wir konnten die Werkstätten des Theaters besichtigen und die waren sogar im Keller, um eine Drehbühne mal von unten zu sehen. Es war spannend! Nach dem Theaterbesuch gingen wir zu Mc Donald und fuhren dann nach Hause.

Am Mittwoch beschäftigten wir uns intensiv mit dem Beruf: „Tätowierer und Maskenbildner“, wobei gesagt werden muss, dass der Beruf des Tätowierers kein erlernbarer Beruf ist. Nach einem Informationsfilm über die Vor-und Nachteile dieser Berufe, wurden wir selbst tätig. Wir malten uns mit Naturfarbe an, schminkten unsere Gesichter und verwandelten unsere Hände in Schwäne. Es war wirklich lustig, wie man auf den Fotos sehen kann und gar nicht so einfach, wie man glaubt.

Am Donnerstag sollten diejenigen, die den Berufswunsch: „Architekt“ geäußert hatten, ganz auf ihre Kosten kommen. In einem Informationsfilm sahen wir uns an, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, um Architekt werden zu können und dann versuchten wir den Weg von der Idee zum Gebäude nachzuvollziehen, indem wir das Aussehen unserer Caféteria neu überdachten. Da gab es viele Ideen im Anfang. Besonders gefiel mir die Idee, einen doppelten Boden einzubauen und eine zweite Ebene zu schaffen, in der auch Automaten mit Getränken und Süßigkeiten verfügbar sein sollten. Unsere Ideen setzten wir dann in Modellen um, welche wir auch am Freitag gut präsentieren konnten.

Katrin Bautze

Projektleiterin Kunst