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Mobbing? Nein danke! Stoppt Mobbing in der Oberschule Falkenberg!


Das war das Thema in den letzten Tagen in unserer Schule. Begleitet wurden wir von Kameras, Ton und Regie für die RTL2 Fernsehserie „Stahl Hart“ (April 2018 im TV) mit Carsten Stahl. Schon Wochen vor dem eigentlichen Projekt wurden wir interviewt und „Homestory`s“ sowie Einzelszenen in der Schule gedreht.

Am Mittwoch, dem 21. Februar, war es dann soweit und Carsten Stahl rollte mit seinem Wohnmobil auf unseren Schulhof. Er ging durch manche Klassen und redete mit den Schülern über Mobbing, Gewalt, Drogen und Vorurteile. Natürlich war Carsten am 1. Tag in unserer Schule als Prominenter angesehen, was sich aber später zum Gegenteil entwickelte. In den Pausen konnte man ein Foto mit ihm ergattern oder mal eins, zwei Worte mit dem großen muskulösen Mann wechseln. Wir waren alle ein bisschen verwundert durch die vielen Kameras und fremden Menschen.

 

Am Donnerstag fuhren dann rund 80 Schüler um 8:30 Uhr mit einem Doppeldeckerbus nach Elsterwerda in die Stadthalle. Nach einer musikalischen und ausgelassenen Begrüßung erzählte uns Carsten Stahl seine Lebensgeschichte. Er erzählte uns höchst persönlich von seiner Mobbing-Vergangenheit als    Opfer und auch als Täter. Nach einer sehr interessanten und emotionalen Gesprächsrunde mit der einen oder anderen Träne stellten wir uns alle hinter eine Linie. C. Stahl las verschiedene Fragen vor, wie z.B. „Wer wurde schon mal für eine Äußerlichkeit beleidigt? Der geht bitte über die Linie.“ Auch bei dieser Aufgabe flossen viele Tränen, weil den Schülern Bilder aus eigenen vergangenen Tagen in Erinnerung kamen. Letztendlich unterschrieben wir alle zum Abschluss des Tages ein Plakat als Versprechen, dass Mobbing an unserer Schule nichts mehr zu suchen hat! Zum Schluss der Veranstaltung bekamen manche Glückspilze eine einmalige Einladung ins „Stahl Camp“ für 2 Tage in Nord-Berlin am Wandlitzer See. Als wir alle erleichtert wieder mit dem Bus zurück zur Schule fuhren, war unser Tag beendet.          

Am nächsten Morgen traten dann 21 Schüler, unsere Lehrerin Frau Trabandt und unsere Sozialarbeiterin Gabi Tischmann zur Reise an den Wandlitzer See an. Als wir in Wandlitz ankamen, begrüßten uns der „Vater“ der Jugendherberge und Carsten Stahl. Die Zimmer wurden aufgeteilt, wir bekamen unsere Zimmerschlüssel und bezogen unsere Betten. Jetzt hatten wir kurz Zeit, uns ein wenig frisch zu machen und anschließend trafen wir uns alle mit Carsten  in unserem „Camp-Stahl“ Raum.  Nun bekamen alle 21 Mitglieder unseres Teams, ja genau, wir waren für die nächsten zwei Tage ein Team, was gegen Mobbing kämpft, ein Camp Stahl T-Shirt „STAHL – HART – gegen Mobbing“ von Carsten  persönlich überreicht. Nach dem Mittag, für uns und das Kamerateam, ging es mit der Bahn und Bus nach Berlin Marienfelde in den „Sprungraum“. Über 10 verschiedene Stationen rund ums Trampolin haben uns sehr begeistert. Vor allem hier wollte Carsten Stahl die Teamfähigkeit und das Vertrauen in einem selbst stärken. Gleich die erste Probe am Trapez erforderte von einigen sehr viel Mut. Ängste mussten überwunden werden.  Nach 2 Stunden purer Anstrengung, aber auch viel Sprungspaß, ging es wieder zurück in die Jugendherberge.

Wir verbrachten den Abend in neuen Grüppchen mit Personen aus unserer Schule, von denen wir vorher nicht mal wussten, wie ihr Name ist. Und auch Carsten und das Filmteam hatten es sich nicht nehmen lassen, abends mal vorbeizuschauen, und so wurden die einen oder anderen Erlebnisse und Erfahrungen ausgetauscht. Carsten war die ganze Zeit wie einer von uns. Wir fühlten uns in seiner Nähe immer wohl und gut aufgehoben, durch seine Art wurden wir mutig und gestärkt, auch über Dinge zu reden, wozu uns bisher der Mut fehlte – Mobbing, Gewalt und Drogen. Am Samstag nach dem Frühstück filmten wir Schnittszenen für die Fernsehsendung. Danach hieß es Zimmer aufräumen, Tasche packen und Mittag essen. Nach dem Mittag spielten wir mit Carsten Stahl ein Charakter stärkendes Spiel. Unsere Aufgabe war es, auf einen Zettel, den jeder am Rücken hatte, etwas Positives oder einen Wunsch für die Zukunft des jeweils anderen  zu schreiben.

Nachdem wir auch hier unsere Endergebnisse vorgestellt hatten, bekamen wir Freizeit. Diese nutze nicht jeder für sich, sondern wir waren ja ein Team, und deshalb spielten wir Gesellschafts- oder Teamspiele. Um 16 Uhr entfachten wir zum Abschluss ein Lagerfeuer, aber nicht einfach nur gemütlich am Lagerfeuer sitzen, NEIN - vor dem Camp war unsere Aufgabe, ein altes Erinnerungsstück mitzubringen oder alles Negative, was wir im Feuer verbrennen wollten, auf einen Zettel zu schreiben. Wir verbrannten die negativen Dinge, die uns bisher stark beeinflusst haben. Nach vielen Tränen und Umarmungen  genossen wir die letzten Minuten mit Carsten und seinem Filmteam in gemütlicher Stimmung am Lagerfeuer und zugefrorenem See im Hintergrund. Nun war es soweit, nach dem Abendbrot schnappten wir unsere Koffer,  verabschiedeten uns von dem Filmteam und fuhren motiviert wieder nach Hause - aufs Land nach Falkenberg.

 

 

Letztendlich will ich mich im Namen aller Teilnehmer bei dem Team, Carsten Stahl und vor allem bei Jan, unserem ständigen Begleiter, bedanken, ohne euch wären es nicht solch gelungene super tollen Tage geworden. Danke auch an Gabi Tischmann und Frau Trabandt für die Begleitung und den ein oder anderen guten Rat. Unser Motto: STOPPT MOBBING!

                                   

                                       Aimé Thinius, 10b;

Oberschule Falkenberg; stellvertretende. Schülersprecherin u.

Teilnehmerin am Stahl - Camp

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